Was ist da in dieser Saison nur bei den Zweitliga-Tennisspielern von Borussia Dortmund los? 

Mit nur einem Verlustpunkt nach acht Spieltagen weiter an der Tabellenspitze, den Verfolger 1. FC Köln mit 6:0 geschlagen. Und dazu eine Zuschauerresonanz, die durchaus beachtlich ist. 200 Fans sahen das 6:0 gegen die Rheinländer. Jetzt kommt es in zwei Wochen zum kleinen Finale beim erklärten Titelanwärter Bad Homburg. Der liegt zwar auf Platz zwei, ist aber im Gegensatz zum BVB noch verlustpunktfrei.

So richtig mochte es Borussias Sportlicher Leiter Evgeny Fadeev auch einen Tag nach dem 6:0 gegen den 1. FC Köln nicht glauben. "Dass wir gegen den bisherigen Tabellendritten so klar gewinnen, hätte ich nicht vermutet. Es ist auch für mich nicht zu erklären", sagte Fadeev. Der ist bekanntermaßen kein Freund von Übertreibungen ("es läuft zu gut, wir dürfen jetzt nicht leichtsinnig werden") und versuchte nach dem Abpfiff, die Euphorie nicht zu groß werden zu lassen. "Wir haben wirklich sehr gut gespielt. Aber Köln ist auch ohne den Chinesen Lichen Wang angetreten. Mit ihrem Topspieler wären die Kölner sicherlich für drei Punkte gutgewesen", versuchte Fadeev das 6:0 etwas zu relativieren.

Im ersten Einzel zwischen Simon Berglund und U21-Nationalspieler Andre Bertelsmeier lag der Schwede zunächst mit 0:2 zurück, drehte die Partie dann aber ganz souverän. Dennis Klein spielte beim 3:1 gegen Tobias Hippler erneut auf hohem Niveau. Kapitän Erik Bottroff lag gegen Ersatzspieler Robin Malessa ebenfalls mit 0:2 zurück, gewann aber schlussendlich mit 3:2. Und Kirill Fadeev schloss beim 3:0 gegen U21-Nationalspieler ebenfalls an seine guten Leistungen der vergangenen Wochen an. Und wie erklärt sich der hohe Zuschauerzuspruch. "Ich denke", so Evgeny Fadeev, "das sind auch Fans von Absteiger Hamm. Sie wollen bei uns guten Sport sehen. Und den bieten wir."

Doppel:
Simon Berglund/Erik Bottroff - Tobias Hippler/Lleyton Ullmann 3:0 (17:15, 11:7, 16:14)
Dennis Klein/Kirill Fadeev - Andre Bertelsmeier/Robin Malessa 3:1 (9:11, 11:7, 11:8, 11:8).

Einzel:
Berglund - Bertelsmeier 3:2 (4:11, 7:11, 11:6, 11:2, 11:9)
Klein - Hippler 3:1 (11:8, 7:11, 11:9, 11:8)
Bottroff - Malessa 3:2 (7:11, 11:8, 9:11, 11:7, 11:8)
Fadeev - Ullmann 3:0 (11:5, 11:6, 14:12)
(Quelle: Ruhrnachrichten)