Sehr geehrtes Präsidium, liebe Borussinnen und Borussen,

insgesamt kann die Tischtennisabteilung von Borussia Dortmund auf eine erfolgreiche Saison 2022/23 zurückblicken.

Unsere erste Mannschaft erzielte mit 22:14 Punkten den vierten Platz in der Zweiten Bundesliga punktgleich mit dem Tabellendritten aus Hilpoltstein. Die Tischtennisborussen hätten am Ende der Spielzeit wohl wie in der Vorrunde den zweiten Platz belegen können, kratzten aber zu keinem Zeitpunkt die Vormachtstellung von Bad Homburg an, die insgesamt nur vier Punkte liegenließen. Unser Neuzugang, der serbische Nationalspieler Dimitrije Levajac, spielte eine hervorragende Vorrunde und belegte in der Spielerrangliste den ausgezeichneten dritten Platz, konnte diese Leistung in der Rückrunde aber nicht mehr abrufen, dies wohl auch deshalb, weil er sich wegen zahlreicher Angebote aus anderen Vereinen für eine Verlängerung bei Borussia Dortmund nicht fristgerecht entscheiden konnte. Dadurch setzte er sich selbst unter Druck, was unter dem Strich zu einer negativen Rückrundenbilanz führte, womit alle seine Träume, in der ersten Bundesliga zu spielen, sich in Nichts auflösten. Am Ende hatte er nur noch ein Angebot von Hertha Bestand, die allerdings um den Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga kämpfen müssen. Ich erwähne dieses Detail der Rückrunde deshalb, um Ihnen mitzuteilen, welche Rolle der „zwölfte Mann“ auch für die Tischtennismannschaft von Borussia Dortmund spielt. Fehlt der Support, leidet die Spielqualität.

In unserer zweiten Mannschaft glänzte der Jugendnationalspieler Wim Verdonschot in der Regionalliga, der sich an unseren Altmeistern Wencheng Qi und Evgeny Fadeev vorbeispielte und den zweiten Platz in der Spielerrangliste belegte. Der angepeilte Aufstieg unserer zweiten Mannschaft in die Dritte Bundesliga scheiterte an verletzungsbedingten Ausfällen und Ersatzstellungen, dennoch kam am Ende ein ausgezeichneter dritter Platz zustande.

Von unvorhersehbaren Ausfällen war auch unsere dritte Mannschaft in der Landesliga betroffen, die durch den unverständlichen Wechsel des von uns stark geförderten und ausgebildeten Jugendspielers Arda Yenen nach Fröndenberg als Vizeherbstmeister um den Klassenerhalt in der Rückrunde kämpfen musste. Unsere vierte Mannschaft spielte erfolgreich in der Bezirksliga, unsere fünfte Mannschaft, in der unsere Jugendspieler erste Erfahrungen im Herrenspielbetrieb sammeln konnten, stieg als Meister erfreulicherweise in die erste Bezirksklasse auf.

Den größten Erfolg in der abgelaufenen Spielzeit bescherte uns unsere Ü40-Mannschaft. In der Aufstellung Evgeny Fadeev, Wencheng Qi, Patrick Lautenschläger, Bernd Möllmann und Darius Mielek wurde Borussia Dortmund in dieser Spielklasse zum zweiten Mal Deutscher Meister, worauf wir sehr stolz sind.

Insgesamt lässt sich sagen, dass unser Konzept der Jugendarbeit und Jugend-Leistungsförderung aufgegangen ist. Unser Nachwuchs zwischen 9 und 15 Jahren stieg in der U19 in die zweithöchste Jugendspielklasse, die Bezirksoberliga, auf, unsere Kleinen, zwischen 7 und 11 Jahre alt, schlugen sich erfolgreich in der U13. Hinzu kommen die Einzelerfolge von Wim Verdonschot als Westdeutscher Meister und Drittplatzierter der Deutschen Top 12 in der U18 sowie Yannick Fadeevs Erfolg als Sieger der Westdeutschen Rangliste in der U11.

Erwähnenswert mit Blick auf die Jugendarbeit, aber auch auf den Senioren- bzw. Freizeitsport ist das vom Westdeutschen Tischtennisverband organisierte, von Borussia Dortmund und dem Dortmunder Tischtennisausstatter Schöler Micke unterstützte Westparkturnier, das am Muttertag stattfand. Im Dortmunder Westpark, von Nils Hotze im BVB-Magazin wunderbar in Szene gesetzt, trafen sich bis zu hundert Spielerinnen und Spieler jeden Alters und aus allen Teilen der Welt, um selbst an den Steinplatten ihr Können zu zeigen, aber auch den Schaukämpfen unserer Profis zuzuschauen. Auf diesem Weg fand z. B. der siebenjährige Michael Kozachkov zu uns, der nun erfolgreich in unserer U13 spielt und zusammen mit dem achtjährigen Erik Pantea den dritten Platz bei den Bezirksmeisterschaften der unter 11-jährigen belegte.

 

Mit Optimismus blicken wir in die Spielzeit 2023/24. Vor dem letzten Spieltag der Hinrunde steht unsere Bundesligamannschaft mit 15:1 seit dem ersten Spieltag auf Platz1. Wir konnten als neuen Spitzenspieler der Bundesligamannschaft den schwedischen Nationalspieler Simon Berglund verpflichten, der mit der schwedischen Mannschaft 2023 Vizemeister der European Games wurde. Zurzeit ist er drittbester Spieler der gesamten Zweiten Bundesliga, der drittstärksten Liga Europas. An Position 2 spielt Dennis Klein, der sich als fünftbester Spieler der Liga über sein Comeback als Spitzenspieler freuen darf. An Position 3 steht wie in der vergangenen Saison der kampfstarke Erik Bottroff, der seit elf Jahren für unseren Verein spielt und zugleich Kapitän der Mannschaft ist. Kirill Fadeev, mit seinen 22 Jahren einer der jüngsten Spieler in der Zweiten Tischtennisbundesliga, kann inzwischen sein großes Potential abrufen und verlor sein erstes Einzel im oberen Paarkreuz erst im sechsten Spiel gegen den Aufsteiger Velbert. Wim Verdonschot, noch in der Regionalligamannschaft gemeldet, hat nun schon vier Spiele erfolgreich für die Bundesligamannschaft absolviert und steht hoch positiv.

Für die zweite Mannschaft, die in der Regionalliga nach der 8:2 - Deklassierung des Spitzenreiters Eintracht Frankfurt auf dem zweiten Platz steht, konnten wir den Ex-Borussen Björn Helbing neu verpflichten, der vom 1. FC Köln zu uns zurückgekommen ist und ein Stabilitätsfaktor der Regionalligamannschaft sein wird. Wencheng Qi, Evgeny Fadeev und Tyson Tan Hasse vervollständigen das Team. Als Ergänzungsspieler steht als Neuzugang aus Velbert der 16-jährige Jugendspieler Leonid Yakimchuk zur Verfügung. Leonid soll auch die zuletzt so gebeutelte dritte Mannschaft in der Landesliga verstärken, so dass wir hier nicht wieder in Bedrängnis geraten. Unsere vierte Mannschaft steht kurz vor Ende der Hinrunde an der Tabellenspitze der Bezirksliga. Die in die 1. Bezirksklasse aufgestiegene fünfte Mannschaft haben wir mit unseren eigenen Jugendlichen erheblich verjüngt und kämpft erneut um den Aufstieg. Die neu gegründete sechste Herrenmannschaft setzt sich aus unseren sehr erfahrenen Spielern zusammen und strebt den direkten Aufstieg in die zweite Bezirksklasse an.

Für die U19 wünschen wir uns den Aufstieg in die höchste Jugendklasse, die NRW-Liga. Unsere U13, deren jüngster Spieler 7 Jahre alt ist, hat sich vom Mittelfeld auf den zweiten Platz der Bezirksoberliga gespielt.

Im Oktober wurden wir vom Westdeutschen Tischtennisverband als Leistungsträger und Kooperationspartner ausgezeichnet, worüber sich auch unser Schatzmeister Bernd Möllmann sehr gefreut hat. Ihn bat ich, die Auszeichnung entgegenzunehmen, da er die Tischtennisabteilung während seiner 25-jährigen Amtszeit als Abteilungsleiter in den Profisport geführt hat.

Zuletzt möchte ich mich an dieser Stelle im Namen des Abteilungsvorstands bei allen Vereinsangehörigen bedanken, die zahlreiche Aufgaben des Spielbetriebs und der Organisation unserer Bundesligaspiele übernehmen. Aus deren Reihen hat sich im Oktober Jürgen Vietor, jahrzehntelanger ehrenamtlicher Fahrer und Betreuer unserer Bundesligamannschaft, nach schwerer Krankheit verabschieden müssen. Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten, auch darum, weil wir ohne die tatkräftige Unterstützung unser Ehrenamtlichen das anspruchsvolle Jahresprogramm eines der führenden deutschen Tischtennisvereine gar nicht stemmen könnten.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!