Wer von Tag eins der neuen Bundesliga-Saison die Zweitliga-Tabelle anführt, der darf durchaus selbstbewusst auftreten. 

Und das gilt natürlich auch für den Tischtennis-Zweitligisten Borussia Dortmund, der nach sechs Spieltagen mit nur einem Verlustpunkt ganz oben rangiert. Doch am Sonntag wartet die härteste Probe der neuen Spielzeit. Der BVB muss zum TTC indeland Jülich, mit 7:3-Zählern auf Rang drei sicherlich der ambitionierteste Verfolger.Nicht nur Evgeny Fadeev, der Sportliche Leiter der Borussen, hat Jülich auf seiner ganz persönlichen Favoritenliste, was die Plätze eins bis drei angeht. Die meisten Prognosen sehen Bad Homburg, den BVB und Jülich am Ende vorn.

Dass der BVB ist bester Formation und Verfassung im Rheinland antritt, ist nach dem Heimspiel gegen den SV Union Velbert höchst erfreulich. Vor zwei Wochen mussten die Dortmunder mit Simon Berglund (Trauerfall in der Familie) und Erik Bottroff (Grippe) gleich zwei Leistungsträger ersetzen. Erkämpften sich aber schließlich dennoch einen Punkt beim 5:5 gegen den starken Aufsteiger.„Simon ist wieder aus Schweden zurück und Erik wieder gesund", erklärte Fadeev im Vorfeld: „Das Ziel für die Auswärtspartie in Jülich kann also nur lauten, dass wir zwei Punkte holen wollen. Und nicht auf ein Unentschieden schielen. Wir sind gut drauf, wollen das jetzt durchziehen und haben nichts zu verlieren.

"Wie der BVB ist auch Jülich eine Mannschaft, die von der Top-Position bis zur Nr. 4 ausgezeichnet besetzt ist. „Es gibt keine großen Unterschiede, das ist unsere Stärke, aber auch die von Jülich", zeigte sich Fadeev angetan von der Zusammensetzung der Rheinländer. Mit den drei belgischen Nationalspielern Robin und Laurens Devos sowie Florian Cnudde besitzen die Jülicher ein erfolgreiches Trio aus dem Nachbarland. An Nr. 4 rangiert der niederländische U19 Nationalspieler Kas van Oost, der zuletzt bei der U19-Europameisterschaft im Halbfinale stand.Bleibt nur zu hoffen, dass der Inder Snehit Suravajjula nicht dabei ist, sondern Verpflichtungen in Asien hat. „Die Spiele gegen Jülich sind immer ganz, ganz knapp. Aber sollte Suravajjula dabei sein, dürfte Jülich leicht favorisiert sein", so Fadeev.