Hart umkämpfter 6:3 Sieg - Dennis Klein spielt ganz stark auf.

Es war das erwartet harte Match der 2. Bundesliga. Und am Ende der 270 Minuten dauernden Partie konnten die Tischtennis-Spieler des BVB mit einem 6:3 Erfolg in der Tasche die Rückreise aus Franken antreten. Nach dem vierten Sieg in Serie beim TV Hilpoltstein eroberten die Dortmunder zudem die Tabellenspitze.

Die Borussen sind damit in der 2.Liga noch ungeschlagen und führen mit 8:0 Zählern vor dem TTC Jülich (6:0) und dem FSV Mainz 05 die Tabelle an. Nach einer einwöchigen Pause kommt es am 16.Oktober zum Gipfeltreffen in Mainz, eine Woche später müssen die Dortmunder in Jülich antreten. In den einschlägigen Tischtennis-Foren wird bereits begeistert auf diese beiden Top-Spiele hingewiesen.

"Tabellenführer mit 8:0 Punkten nach den ersten vier Spielen? Ich kann´s eigentlich immer noch nicht richtig glauben", zeigte sich Abteilungsleiter Bernd Möllmann begeistert und ergänzte: "Diese vier Siege nimmt uns niemand mehr". Wobei die Angelegenheit in Hilpoltstein, südlich von Nürnberg, alles andere als ein Spaziergang war. Fünfmal ging es über fünf Sätze, nach gewonnen Bällen gerechnet, behielt der BVB ziemlich knapp mit 409:389 die Oberhand. Viereinhalb Stunden ging der Ball hin und her. Nur zwei Spiele gingen zu null aus, der Rest war bis auf den letzten Schlag umkämpft.

Entscheidend war nicht die Summe der Einzelleistungen, sondern die Stärke als Mannschaft. "Die Moral bei uns stimmt, diese Mannschaft hat Charakter", formulierte Möllmann. Auffällig dabei war dennoch die individuelle Stärke von Borussias Nummer eins Dennis Klein, der zusammen mit Kirill Fadeev das zweite Doppel gewann und damit zum 1:1 ausglich. Nach einem 1:3 von Erik Bottroff gegen Hilpoltsteins Nummer eins Alexander Flemming gewann zunächst Dennis Klein sein Einzel gegen den starken Andy Pereira nach fünf umkämpften Sätzen mit 3:2. Kirill Fadeev legte nach und schlug den Russen Petr Fedotov glatt mit 3:0. Der BVB führte damit mit 3:2.

Nicht lange. Der Ex-Borusse Hermann Mühlbach, ausgewiesener Aufschlagspezialist, glich zum 3:3 gegen Krisztian Nagy aus, ehe Klein, Bottroff und Nagy den vierten BVB-Sieg perfekt machten. Das es trotzdem enger war, als es auf dem ersten Blick erscheinen mag, ist unbestritten. So musste Fadeev eine Niederlage gegen Mühlbach hinnehmen, die jedoch nicht gewertet wurde, da Nagy mit seinem Sieg gegen Fedotov den sechsten Punkt geholt hatte.