Legt man die Vorjahresresultate, als der BVB zweimal verlor, zugrunde, dann sind die Tischtennis-Spieler des BVB beim „Gipfeltreffen" am Sonntag bei Meister Bad Homburg nur Außenseiter. Vergleicht man dazu noch die Weltranglistenpunkte, spricht noch etwas mehr für die Hessen. Und doch könnte das Team von Trainer Wencheng Qi und dem Sportlichen Leiter Evgeny Fadeev für eine echte Überraschung sorgen.

„Wir haben einen Lauf, alle vier Spieler sind in einer guten Form. Auf dem Papier sind wir leichter Außenseiter, aber was zählt das schon", zeigt sich Evgeny Fadeev vor dem Spitzenspiel durchaus zuversichtlich.Im direkten Duell am Sonntag ab 15 Uhr im Wingert-Dome geht es nun um die Herbstmeisterschaft – und eine erste Weichenstellung im Titelrennen. Alles ist möglich, heißt es beim BVB. Von einem klaren Sieg bis zur klaren Niederlage. Jede Partie erscheint ausgeglichen.

Verstecken muss sich der BVB mit Simon Berglund, Dennis Klein, Erik Bottroff und Kirill Fadeev ganz und gar nicht. Nach acht Spieltagen führen die Dortmunder mit 15:1-Zählern die Tabelle an, gaben nur beim 5:5 gegen Aufsteiger Velbert einen Punkt ab. Man könnte aber auch sagen, sie eroberten sich einen Punkt, fehlten doch mit Simon Berglund und Erik Bottroff gleich zwei Leistungsträger.Meister Bad Homburg hat eine Partie weniger auf dem Konto, zeigte aber in den sieben Partien keinerlei Schwäche. Dass die Hessen überhaupt in der 2. Bundesliga spielen, liegt nur daran, dass sie im Sommer auf ihr Aufstiegsrecht verzichteten.Was macht Bad Homburg so stark? Nach Aussage von Evgeny Fadeev ist es der japanische Nationalspieler Yuma Tsuboi. „Wenn wir den Japaner knacken, dann ist alles möglich", sagt Fadeev vielsagend.

Der BVB fährt auf jeden Fall mit jede Menge Selbstvertrauen in den Taunus. Aber auch der Gegner geht mit breiter Brust ins Topspiel. Die beiden Neuzugänge Alberto Lillo und John Oyebode haben sich nahtlos integrieren konnten. Aber auch das überragende Spitzenduo Yuma Tsuboi (10:3) und Csaba Andras (9:1) sowie Kapitän Benno Oehme (6:1) konnten bislang restlos überzeugen.
(Quelle: Ruhrnachrichten)