Zweiter Spieltag, zweiter Sieg, Platz zwei in der Tabelle der 2. Bundesliga. Die Tischtennis-Spieler des BVB können mit ihrem Start in die neue Saison mehr als zufrieden sein. 

Nach dem 6:4 zum Auftakt gegen Bad Hamm legten sie am Samstag nach und brachten einen 6:3 Erfolg vom Gastspiel bei Hertha BSC mit nach Hause. Überragender Akteur in Berlin war Dortmunds Nr. 1 Dennis Klein mit zwei Siegen in den Einzeln und einem Erfolg im Doppel an der Seite von Kirill Fadeev. "Das war ein Sieg der gesamten Mannschaft mit einem herausragenden Dennis Klein an der Spitze. Man hat gesehen, dass die Moral bei uns stimmt", kommentierte BVB-Abteilungsleiter Bernd Möllmann das Ergebnis: "Ich bin froh, dass wir diese Partie auf Augenhöhe für uns entschieden haben."

Denn das Ergebnis selbst täuscht etwas darüber hinweg, dass es zwischenzeitlich durchaus eng zuging in Berlin, es war in der Tat eine Partie zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Zumal die Gastgeber mit einer taktischen Überraschung aufwarteten. Altmeister Torben Wosik kam nach den beiden Niederlagen gegen Köln nur im Doppel zum Zug, in den Einzeln kam Hartmut Lohse zum Einsatz.

Nach den beiden Doppelsiegen (Möllmann: "das war schon die halbe Miete") musste zunächst Erik Bottroff ein klares 0:3 gegen Berlins Nr. 1 Philipp Floritz hinnehmen. Parallel dazu baute Dennis Klein, Dortmunds Nr. 1, aber durch einen 3:1 Erfolg gegen Jakub Kosowski den Vorsprung wieder aus. Es stand 3:1, ehe Berlin es spannend machte und egalisierte. Besonders Kirill Fadeev musste erfahren, was Erfahrung ausmacht. Der 20-Jährige unterlag gegen den 18 Jahre älteren Ex-Borussen Fedor Kuzmin klar in drei Sätzen. Und als dann auch noch Dortmunds Krisztian Nagy nach vier umkämpften Sätzen mit 1:3 gegen Hartmut Lohse unterlag, waren die Berliner wieder auf 3:3 heran.

Klein leitet Wende ein

Dennis Klein leitete schließlich die Wende ein im Spitzenspiel. In vier Sätzen setzte sich der Dortmunder durch und erhähte auf 4:3. So richtig eng sollte es dann zum Schluß werden. Im ersten von nur zwei 5-Satz Spielen setzte sich Erik Bottroff gegen Kosowski mit 3:2 durch. Für die Entscheidung zum 6:3 Endstand sorgte dann Krisztian Nagy in der Partie gegen Fedor Kuzmin. Nach fünf Sätzen durfte sich der Ungar als Sieger feiern lassen und drehte dabei sogar noch einen 6:10 Rückstand im fünften Satz. Andererseits wäre selbst eine Niederlage zu verkraften gewesen, da Kirill Fadeev seine Partie gegen Lohse bereits gewonnen hatte, aber regeltechnisch nicht mehr gewertet wurde beim Stand von 6:3.